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Brückenschlag zwischen Genetik und Wirtschaft

Rund 170 Wirtschaftstreibende waren dabei, als Genetiker Markus Hengstschläger beim Rankweiler Wirtschaftsabend am Mittwoch, 21. Jänner, im Vinomnasaal über die Gefahren sprach, die eine Orientierung am Durchschnitt mit sich bringt.

Eine eindrückliche Diashow über laufende und geplante Großprojekte in Rankweil eröffnete den Abend. Moderatorin Heike Montiperle bat anschließend Bürgermeister Martin Summer und Carolin Frei von der Erlebnis Rankweil zum Gespräch auf die Bühne, um mehr zu den vorgestellten Konzepten zu erfahren. Genetiker Markus Hengstschläger zeigte anschließend anhand von verständlichen Beispielen, warum es nicht nur in der Genetik, sondern auch in der Wirtschaft Vielfalt braucht.  

Auf der vermeintlich sicheren Seite
Wie bereitet man sich auf eine Zukunft vor, die unberechenbar ist? Hengstschlägers Antwort: „Österreich hat keine wertvollen Rohstoffe wie Öl und ist auch kein Billiglohnland. Unser größtes Kapital ist die Individualität. Durchschnitt hat noch nie für Innovationen gesorgt." Er illustrierte dies anhand eines plakativen Beispiels: Kommt ein Schüler mit drei Nichtgenügend und einem Einser nach Hause, führt er aus, so werden die Eltern versuchen, diese Fächer zu verbessern. Das Fach mit dem Einser werde ignoriert statt gefördert, weil: "Da ist er eh schon so gut." Mit dem Resultat, dass der Schüler in allen Fächern Durchschnitt wird, kritisiert Hengstschläger, um im selben Atemzug wieder zu relativieren, dass natürlich auch die Fünfer ausgebessert gehören. Aber wie? "Üben, üben, üben. Ohne das geht nichts – weder in der Bildung, noch in der Wirtschaft.“  

Dem Vortrag lauschten unter anderem Roman Rauch (Roman Rauch GmbH), Gerald Schnaitl, Martin Seidel und Stefan Bauer (Volksbank Vorarlberg), Nicole und Josef Welte (Prisma Holding AG), Alexander Angeloff (Angeloff GmbH), Brigitte und Thomas Prugger (Olina Küchen Dobler, Prugger GmbH), Martina  und Bernhard Wüst (Wüst Architekten GesnbR), Christine Pesendorfer (Kunert Industriepark GmbH), Franz Abbrederis (Slow Food Vorarlberg) sowie Klaus Baldauf (Nägelebau Gesellschaft m.b.H.).  

Alles andere als durchschnittlich, besser als gut, waren auch die Dekoration von Ernst Summer sowie das Flying-Buffet vom Gasthof Mohren und die Musik von Mia Lutz und Matias Collantes. Der Wirtschaftsabend entsprach zudem den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings/Events.